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Kaspar Hauser mit u.a. Kari Rakkola - Suomen suurlähetystö, Wien : Kulttuurikalenteri

SUOMEN SUURLÄHETYSTÖ, Wien

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Kaspar Hauser mit u.a. Kari Rakkola

Vorhang auf für Kaspar Hauser!

Unterhaltung mit Haltung im barocken Ambiente

An lauschigen Sommerabenden verwandelt sich das Alt-Wiener Gartenpalais Schönborn auch heuer wieder in ein stimmungsvolles Freilufttheater.
Nach den erfolgreichen Produktionen Der kleine Prinz (2015, 2016) und Reineke Fuchs (2017) bringt die Theatergruppe Zenith Productions in Zusammenarbeit mit dem Volkskundemuseum Wien und der Kulturkommission Josefstadt diesmal die rätselhafte Geschichte von Kaspar Hauser auf die Bühne.
Das geheimnisumwitterte Leben des 16 Jahre in einem Kellerverlies eingesperrten Findlings dient als Ausgangspunkt für einen nicht ganz todernsten Sommertheaterabend mit poetischen Bildern, Musik und wesentlichen Fragen. 
Was würde Kaspar Hauser heute sagen, hätte er die letzten 16 Jahre unserer Geschichte nicht erlebt, und er wäre hier und heute mit unserer jetzigen Realität konfrontiert?


Konzept und Regie: Kari Rakkola / Es spielen: Agorita Bakali, Hanna Victoria Bauer, Deborah Gzesh, Tanju Kamer, Kari Rakkola / Musik: Walter Nikowitz, mit Begleitung von Anna Skrepek / Dramaturgie: Roland Bonimair / Regieassistenz: Anna Skrepek

Info: Tel.: 0677/614 05 081

Der Eintrittspreis ist wieder eine freiwillige Spende (empfohlen: € 15 / € 10).

Termine:
Fr., 22.6., 19.00 Uhr (Premiere)
Sa., 23.6., 19.00
So., 24.6., 17.00

Mi., 27.6., 19.00
Fr., 29.6., 19.00
Sa., 30.6., 19.00
So., 1.7., 17.00

Mi., 4.7., 19.00
Fr., 6.7., 19.00
Sa., 7.7., 19.00
So., 8.7., 17.00

Mi., 11.7., 19.00
Fr., 13.7., 19.00
Sa., 14.7., 19.00
So., 15.7., 17.00

In Kooperation mit dem Volkskundemuseum Wien und mit der Kulturkommission des 8. Bezirks sowie mit der freundlichen Unterstützung durch das Kulturzentrum Spittelberg im Amerlinghaus und der Schauspielschule Krauss.
Hintergrund

Im Mai 1828 tauchte in Nürnberg ein etwa 16-jähriger Bursche namens Kaspar Hauser auf, der eigenen Angaben zufolge in einem Kellerverlies festgehalten worden war und in völliger Einsamkeit aufwuchs. Diese Geschichte, die nie eindeutig erhellt werden konnte (Viele halten ihn bis heute für den legitimen Erben der badischen Großherzöge), erweckte schnell das öffentliche Interesse. Das „Findelkind“ wurde umgehend mit dem Bildungsgut der Zeit bekannt gemacht, stand im Mittelpunkt der Gesellschaft und geriet seelisch völlig aus dem Gleichgewicht. 1833 wurde Kaspar Hauser durch eine schwere Stichwunde verletzt, an der er wenige Tage später starb.


Die Aufführung

Zenith Productions erzählt die Geschichte Kaspar Hausers sehr frei nach seinen Lebensstationen. Als Ausgangsmaterial dienen Originaldokumente, also das, was Kaspar Hauser tatsächlich selbst gesagt und geschrieben hat, dazu wird die Erzählung u. a. mit Texten von Ludwig Tieck und aus Struwwelpeter unterstützt.

Der Mythos Kaspar Hauser ergießt alle paar Jahre neue Bücher in die Öffentlichkeit, in denen zu erfahren ist, ob er nun ein Adeliger war oder nicht, begleitet von leidenschaftlichen Diskussionen darüber, welchem noblen Geschlecht er denn nun wirklich entstammt. Dieser lebendige Mythos gibt uns die Freiheit, die Stationen seines Lebens neu zu spiegeln, in andere Kontexte hineinzunehmen.

Tabula rasa. Kaspar Hauser, der in seinem Verlies niemals gelernt hat, böse und niederträchtig zu sein, trat der Welt frei und unbelastet gegenüber, ohne Erwartungen und vorgefertigte Meinungen. Sein Erstgespräch mit den Behörden hat tatsächlich Ähnlichkeit mit der heutigen Wirklichkeit. Unser Interesse galt auch Kaspar Hausers Reaktionen auf Pädagogik, auf Gesellschaft und Gesellschaftszwänge.

Weg vom Opfer! Weg von der Psychopathologie! Weg von der Sensationslüsternheit!
Kaspar Hauser diente immer schon als Projektionsfläche – und genau das war auch sein persönliches Drama. Wir unternehmen den Versuch, die Projektion umzukehren: Kaspar Hauser als Reality Check.

Es ist möglich, sich die Aufführung als Bilderfluss mit schöner Musik anzuschauen. Es ist auch möglich, sich die Vorstellung als Rätsel anzuschauen, wie ja auch die Person Kaspar Hauser eines war.

Die Theatergruppe Zenith Productions existiert seit mehr als 20 Jahren. Wie in unseren früheren Produktionen (Aphasia, Lilian, AriirA, Houdinis Erbe, Wir leben die Utopie, Kettenreaktion, Der kleine Prinz, Reineke Fuchs) arbeiten wir auch diesmal mit den Mitteln des Armen Theaters und befinden uns im Schnittpunkt von Bildender Kunst und Theater.
Texte werden zu freien poetischen Bildern; Sprache und Klang dienen als physische Elemente. Nebeneinander existieren teilweise klassische Dialoge und Dialoge, in denen Text als „Waffe“ in verschiedenen Sprachen verwendet wird. In manchen Szenen wird die Erzählung ausschließlich durch Bilder, Musik und Musikdramaturgie weitergebracht.

Übrigens: Fürstenmorde verjähren auch nach 200 Jahren nicht.


22.6.2018 19:00 - 15.7.2018 19:00

Paikka
Volkskundemuseum, Wien

Katuosoite
Laudongasse 15-19, 1080 Wien

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www.facebook.com/zenithproductionsvienna
Kaspar Hauser

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Tämä dokumentti

Päivitetty 19.6.2018


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